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Angebote Station 3: Bermudadreieck aus DéDé, Hohenzollerndiele, Olà là

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Angebote Station 3: Bermudadreieck aus DéDé, Hohenzollerndiele, Olà là
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Diese Station stellt das Bermudadreieck aus DéDé, Hohenzollerndiele und dem Olà là vor.

Haupterzähler: 
Station 3: Bermudadreieck aus „DéDé“, „Hohenzollerndiele“ und dem „Olà là“

Im Eckhaus Bülowstrasse 91 befand sich von 1921 bis 1933 das „Dédé“, eine der bekanntesten Nachtbars der Schwulenszene. Bekannt wurde die Bar auch als „Diele des Westens“ oder als „Bar der internationalen Welt.“ Das „Dédé“ war lediglich ein Nachtklub für Herren, Damen waren hier unerwünscht.

Gleich gegenüber auf der anderen Straßenseite befand sich die „Hohenzollerndiele“. Zusammen mit dem „Ola la“ an der Bülow/Ecke Ziethenstrasse und dem „Topp-Keller“ waren die Kneipen als Bermudadreieck bekannt.

Hören sie zunächst eine Impression aus dem Reiseführer „Berlins lesbische Frauen“, der 1928 von der in Schöneberg lebenden Ruth Margarete Roellig verfasst wurde.

Ruth Roellig:
Vor Jahren beherrschte die in der Bülowstraße 101 gelegene „Hohenzollern-Diele“ fast allein den Plan, sie gehörte mit zu den ersten Cafes, die dadurch bekannt und berühmt wurden, dass sie offiziell den Besuch andersgearteter Frauen nicht nur duldeten, sondern sogar protegierten. Aber damals flüsterte man nur davon und ging mit wundernden Augen interessiert an den mit Spitzen-Stores verhängten Fenstern vorüber.

Es hat schwer zu kämpfen gehabt und so ziemlich seinen Ruf von einst eingebüsst. Noch ist ein alter Stamm da, trifft sich des Abends, trinkt seinen Mokka, tanzt ein wenig – aber die geheimnisvolle große Anziehungskraft von ehemals ist geschwunden. Die distinguierte lesbische Frau zieht sich in ihren privaten Club zurück, die Cafes und Dielen werden weniger von ihr besucht. Daher geht es hier auch viel ungenierter zu – man hört ganz öffentlich Witze, die alles andere als salonfähig sind, und die die ganze Korona zu lautem Lachen hinreißen.

Haupterzähler:
Gehen Sie die Frobenstraße entlang und biegen rechts in die Schwerinstrasse ein. Dort befand sich im Haus Nummer 13 der ehemalige „Topp-Keller“.