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Angebote Station 8: Schwules Museum*

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Angebote Station 8: Schwules Museum*
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Präsentation und Geschichte des Schwulen Museums*.

Homosexualitäten wurden in der deutschen Geschichtsschreibung bis in die 1980er-Jahre hinein kaum thematisiert. Dies änderte sich 1984 mit der Ausstellung „Eldorado – Homosexuelle Frauen und Männer in Berlin 1850–1950“ im Berlin Museum, dem heutigen Märkischen Museum.

Weit über 40.000 Personen besuchten die Ausstellung, und der große Erfolg ermutigte die Ausstellungsmacher Andreas Sternweiler, Wolfgang Theis und Manfred Baumgardt, „Homosexuelle Geschichte“ in einem eigenen Museum zu präsentieren.

Mit der Entstehung des „Vereins der Freunde eines Schwulen Museums in Berlin e.V.“ im Dezember 1985 wurde das Schwule Museum begründet.

Ein Jahr später konnte das Schwule Museum in den Räumlichkeiten der Allgemeinen Homosexuellen Arbeitsgemeinschaft in der Friedrichstraße seine erste Ausstellung der Öffentlichkeit präsentieren. 1988 bezog das Museum dann neue Räume am Mehringdamm in Kreuzberg. Dort wurden zusätzlich eine Bibliothek und ein Archiv eröffnet und bis 2013 mehr als 130 Ausstellungen gezeigt. Seit Mai 2013 befindet sich das Schwule Museum* in der Lützowstraße 73 in Tiergarten.

Doch nicht nur die Räumlichkeiten haben sich geändert, in den letzten zehn Jahren fand auch eine inhaltliche Neuausrichtung statt: Das Schwule Museum* wird nun verstärkt zu einem Ort, der über die Diversität von sexuellen Identitäten und Geschlechterkonzepten informiert. Es werden nicht mehr nur schwule, sondern auch lesbische, trans*identische, bisexuelle und queere Themen in Geschichte, Alltag, Kultur und Kunst behandelt. Im Zuge dieser Neuausrichtung wurde auch der Name „Schwules Museum“ um ein Sternchen ergänzt.

Das Sternchen am Ende des Namens steht für die Vielfalt von sexuellen und geschlechtlichen Identitäten, die im Museum repräsentiert werden. Das Schwule Museum* möchte auf diese Weise die Differenzierung und Erweiterung seines Programms deutlich machen.