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Unterricht Maria Sabine Augstein “…ich bin jetzt 36 Jahre eine Frau…”
Abstract

Frau Augstein wurde 1949 geboren und ist eine „gewordene Frau“. Mit fünf Jahren war sie kurzfristig in einem Kinderheim untergebracht worden, weil ihre Mutter einen Verkehrsunfall hatte. Dort war ihr zum ersten Mal bewusst geworden, dass sie sich wünschte, ein Mädchen zu sein und dass sie später einmal eine Frau werden wolle.

Sachanalyse

Teaser

Augstein from Agentur Bildung on Vimeo.

Also meine Pflegeeltern waren wirklich, äh, die waren eine der positivsten Überraschungen meines Lebens. Als ich mich / als ich da im Wohnzimmer, äh, äh, in Hannover bei ihnen saß und ihnen / und ihnen das gesagt habe, dass ich eine Frau werde und, dass ich als Frau dann mir auch eine Frau suche, dass ich dann lesbisch bin, da ham die sehr, sehr verständnisvoll reagiert, ham gesagt: „Ja, ja, sowas ähnliches ham wir uns schon gedacht. Wir haben Dich nie verstanden, aber jetzt ist uns alles klar.“ Das war / und die haben mich sofort akzeptiert, sofort. Stantepede. Und ham sich auch Mühe gegeben, dass sie meinen neuen weiblichen Vornamen sagen, auch wenn sie sich noch manchmal versprochen haben, aber, äh, es war eine sofortige Akzeptanz da. Und ich habe auch / ich hatte mit meiner Pflegemutter Anneliese auch einen längeren Spaziergang, da in den Ried(?), da in den Wald bei Hannover, und ich hab ihr erklärt: Wir homosexuellen Menschen, wir verlieben uns in Personen des gleichen Geschlechts so, wie sie als heterosexuelle Frau sich in einen Mann, in eine Person des anderen Geschlechts verliebt hat. Ich habe, äh, in dieser Weise Anneliese, pfh, das völlig unkompliziert klar machen können, und dis, hm, war für sie dann auch so. #00:30:56#

Konstanze Plett: Das ist natürlich ne wichtige, äh, Stütze, wenn das engste Umfeld das, äh, gleich

Maria Sabine Augstein (unterbricht): Meine Mutter war total ablehnend, nich also

Konstanze Plett: Hm. Aber Ihr- / ich hab sie so verstanden, dass Ihre Pflegeeltern ja ohnehin für Sie wichtiger, äh, waren.

Frau Augstein: Ja, waren wichtiger, Gottseidank. Ja, meine Mutter hat mir immer / hat mir 1000 Mal gesagt, dass sie auf gar keinen Fall eine Tochter haben will, dass für sie nur ein Sohn als Kind in Frage kommt, und von daher war sie bis zum Schluss ihres Lebens hundertprozentig ablehnend, ja. Mit meinem Vater, das hab ich ja schon gesagt, der hat sieben Jahre gebraucht, um dann eben auch meine sexuelle Orientierung zu akzeptieren. Und meine Pflegeeltern hatten ja auch damit keine Schwierigkeiten.

Zusammenfassung Maria Sabine Augstein

Frau Augstein wurde 1949 geboren und ist eine „gewordene Frau“. Mit fünf Jahren war sie kurzfristig in einem Kinderheim untergebracht worden, weil ihre Mutter einen Verkehrsunfall hatte. Dort war ihr zum ersten Mal bewusst geworden, dass sie sich wünschte, ein Mädchen zu sein und dass sie später einmal eine Frau werden wolle.

1954 ließen sich ihre Eltern scheiden und der Vater erhielt das Sorgerecht für die fünfjährige Tochter. Weil Frau Augsteins Mutter das Anderssein ihrer Tochter nicht verstand, entschied der Vater, dass sie bei seiner Schwester in Hannover aufwachsen soll. In der Pflegefamilie lebte sie vom 8. bis zum 17. Lebensjahr.

Frau Augstein verliebte sich in ihre drei Jahre ältere Cousine Maria, aber verstand damals noch nicht, dass es auch unter Frauen die sogenannte lesbische Liebe gibt. Dieses fehlende Wissen, erklärte sich ihr dann im Alter von 13 Jahren und mit 16 Jahren hatte sie ihre Gefühle diesbezüglich sortiert. Nun wartete sich auf den richtigen Zeitpunkt, um eine Frau zu werden.

Dass sie eigentlich ein lesbisches Mädchen sei, habe sie gegenüber ihrer Familie damals allerdings wohlweislich verschwiegen. In dieser Zeit habe ihre Mutter geplant, sie ins Exil auf ein englisches Eliteinternat für Jungen zu schicken, wo sie jahrelang kein Mädchen zu Gesicht bekommen hätte. Zwar kann sich Frau Augstein daran nicht erinnern, aber es wurde ihr erzählt, dass sie damals mit Suizid gedroht habe, falls man sie dorthin schicken würde. Ihre Pflegemutter versicherte ihr, dass sie ihr helfen würde, sollte das der Fall sein.

Nach dem Abitur, zirka 1967, begann Frau Augstein ein Jura-Studium und beendete es mit dem Zweiten Staatsexamen. Nun mit Mitte 20 habe sich Frau Augstein stark genug gefühlt, um sich eventuellen Anfeindungen als transsexuelle lesbische Frau auszusetzen. Um 1975 suchte sie Kontakte zu feministischen lesbischen Frauen und besuchte Frauenbuchläden, die die Anlaufstelle zum Austauschen für Lesben und Feministinnen waren. 1976 hatte Frau Augstein ihr Coming-out als Frau und als Lesbe. Ihr Vater konnte verstehen, dass sie eine Frau werden wollte, aber dass sie lesbisch war, das sei zu viel gewesen. Er hat sieben Jahre gebraucht, um sie zu akzeptieren. Ihre leibliche Mutter habe sie bis zu deren Tod als Tochter abgelehnt, Frau Augsteins Pflegeeltern hingegen seien die größte Überraschung ihres Lebens gewesen. Als sie sich als lesbische Frau outete, hätten diese gesagt, sie hätten sich so etwas schon gedacht. In ihrem restlichen Umfeld gab es viel Ablehnung und die Weigerung, ihren neuen Namen zu benutzen, weswegen Frau Augstein fast alle Kontakte abbrach. Auch in der Frauenbewegung lehnten sie viele Feministinnen ab. Für sie galt Maria nicht als Frau, weil sie nicht als Frau bzw. Mädchen aufgewachsen und erzogen worden war. Diese Ablehnungen beeinflussten auch ihre intimen Beziehungen: Die erste Frau, in die sie sich als Frau verliebte, beendete die Beziehung aus Angst um ihre lesbische Identität. Andere Frauen hatten sie jedoch akzeptiert, z. B. ihre jetzige Partnerin, die sie 1978 kennenlernte. Die Unterstützung ihrer jetzigen Frau war für Frau Augstein wichtig auf ihrem Lebensweg. Denn sie wurde nun auch von einer Frau als Frau geliebt.

Von Professor Nevinny-Stickel ließ sie in Berlin eine Hormonuntersuchung durchführen, welche ergab, dass sie bereits seit der Geburt aufgrund hormoneller Schwankungen weiblich geprägt gewesen sei. Das ermöglichte ihr, 1978 über die Diagnose “Intersexualität” eine Korrektur ihres Personenstandes und des Namens vornehmen zu lassen – die Krankenkasse musste Arzthonorare und die Kosten für die Hormonbehandlung übernehmen.

Über Kontakte zu anderen gewordenen Frauen, erfuhr sie von einer Operationsmöglichkeit in Singapur, von Möglichkeiten der Bartepilation, der Hormoneinnahme und des Brustaufbaus. In Singapur benötigte sie ein weiteres psychologisches Gutachten, bevor sie sich operieren lassen durfte und gab sich als heterosexuell aus, damit die Operation vorgenommen werden konnte. Gemeinsam mit dem Schreiben des Berliner Professors konnte sie sich letztlich im Krankenhaus für die OP anmelden.

Seit dem Inkrafttreten des Transsexuellengesetzes (TSG) im Januar 1981 setzt sich Frau Augstein mit dem Gesetz juristisch auseinander und vertritt mit viel Kraft transgeschlechtliche Kinder vor Gericht, weil sie die jungen Menschen auf ihrem Weg unterstützen möchte.

Transgeschlechtlichkeit als Krankheit zu betrachten, ist für Frau Augstein nicht diskriminierend, sondern eine notwendige Strategie. Denn nur so würden die Behandlungskosten von der Krankenkasse übernommen. Sie begreift Transgeschlechtlichkeit durchaus als Krankheit, schließlich bestehe ein immenser Leidensdruck, wenn das empfundene Geschlecht, nicht gesellschaftlich akzeptiert werde – sie selber hätte sich das Leben genommen, hätte es nicht die Möglichkeit einer geschlechtsangleichenden Operation gegeben.

Glossar

Für die häufigsten Begriffe zum Thema dieses Moduls bitten wir auf das “Glossar zum Thema geschlechtliche und sexuelle Vielfalt im Kontext von Antidiskriminierung und Pädagogik” der Bildungsinitiative Queerformat zurückzugreifen, das sich auch online  auf der queerhistory.de Homepage findet.

Erklärung zu geschlechtersensibler Sprache

In den letzten Jahren hat sich der deutsche Sprachgebrauch dahingehend verändert, dass versucht wird immer männliche und weibliche Formen zu benutzen, zum Beispiel “Schülerinnen und Schüler” oder “ihre und seine”. So werden auch Frauen angesprochen, statt bei der männlichen Form immer nur mitgemeint zu sein.

Wir verwenden in den Bildungsmodulen außerdem einen Unterstrich ("_"), um zu zeigen, dass es mehr als zwei Geschlechter gibt, die in einem entweder (männlich) oder (weiblich) keinen Platz hätten. (Beispiele dafür: “Schüler_innen” oder “ihre_seine”.) Für diese zugegebenermaßen irritierende Form haben wir uns nicht trotz, sondern gerade wegen eines möglichen "Stolperns" beim Lesen entschieden: Dieser Moment


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Unterricht Maria Sabine Augstein “…ich bin jetzt 36 Jahre eine Frau…”
Fieldset:

Frau Augstein wurde 1949 geboren und ist eine „gewordene Frau“. Mit fünf Jahren war sie kurzfristig in einem Kinderheim untergebracht worden, weil ihre Mutter einen Verkehrsunfall hatte. Dort war ihr zum ersten Mal bewusst geworden, dass sie sich wünschte, ein Mädchen zu sein und dass sie später einmal eine Frau werden wolle.

Teaser

Augstein from Agentur Bildung on Vimeo.

Also meine Pflegeeltern waren wirklich, äh, die waren eine der positivsten Überraschungen meines Lebens. Als ich mich / als ich da im Wohnzimmer, äh, äh, in Hannover bei ihnen saß und ihnen / und ihnen das gesagt habe, dass ich eine Frau werde und, dass ich als Frau dann mir auch eine Frau suche, dass ich dann lesbisch bin, da ham die sehr, sehr verständnisvoll reagiert, ham gesagt: „Ja, ja, sowas ähnliches ham wir uns schon gedacht. Wir haben Dich nie verstanden, aber jetzt ist uns alles klar.“ Das war / und die haben mich sofort akzeptiert, sofort. Stantepede. Und ham sich auch Mühe gegeben, dass sie meinen neuen weiblichen Vornamen sagen, auch wenn sie sich noch manchmal versprochen haben, aber, äh, es war eine sofortige Akzeptanz da. Und ich habe auch / ich hatte mit meiner Pflegemutter Anneliese auch einen längeren Spaziergang, da in den Ried(?), da in den Wald bei Hannover, und ich hab ihr erklärt: Wir homosexuellen Menschen, wir verlieben uns in Personen des gleichen Geschlechts so, wie sie als heterosexuelle Frau sich in einen Mann, in eine Person des anderen Geschlechts verliebt hat. Ich habe, äh, in dieser Weise Anneliese, pfh, das völlig unkompliziert klar machen können, und dis, hm, war für sie dann auch so. #00:30:56#

Konstanze Plett: Das ist natürlich ne wichtige, äh, Stütze, wenn das engste Umfeld das, äh, gleich

Maria Sabine Augstein (unterbricht): Meine Mutter war total ablehnend, nich also

Konstanze Plett: Hm. Aber Ihr- / ich hab sie so verstanden, dass Ihre Pflegeeltern ja ohnehin für Sie wichtiger, äh, waren.

Frau Augstein: Ja, waren wichtiger, Gottseidank. Ja, meine Mutter hat mir immer / hat mir 1000 Mal gesagt, dass sie auf gar keinen Fall eine Tochter haben will, dass für sie nur ein Sohn als Kind in Frage kommt, und von daher war sie bis zum Schluss ihres Lebens hundertprozentig ablehnend, ja. Mit meinem Vater, das hab ich ja schon gesagt, der hat sieben Jahre gebraucht, um dann eben auch meine sexuelle Orientierung zu akzeptieren. Und meine Pflegeeltern hatten ja auch damit keine Schwierigkeiten.

Zusammenfassung Maria Sabine Augstein

Frau Augstein wurde 1949 geboren und ist eine „gewordene Frau“. Mit fünf Jahren war sie kurzfristig in einem Kinderheim untergebracht worden, weil ihre Mutter einen Verkehrsunfall hatte. Dort war ihr zum ersten Mal bewusst geworden, dass sie sich wünschte, ein Mädchen zu sein und dass sie später einmal eine Frau werden wolle.

1954 ließen sich ihre Eltern scheiden und der Vater erhielt das Sorgerecht für die fünfjährige Tochter. Weil Frau Augsteins Mutter das Anderssein ihrer Tochter nicht verstand, entschied der Vater, dass sie bei seiner Schwester in Hannover aufwachsen soll. In der Pflegefamilie lebte sie vom 8. bis zum 17. Lebensjahr.

Frau Augstein verliebte sich in ihre drei Jahre ältere Cousine Maria, aber verstand damals noch nicht, dass es auch unter Frauen die sogenannte lesbische Liebe gibt. Dieses fehlende Wissen, erklärte sich ihr dann im Alter von 13 Jahren und mit 16 Jahren hatte sie ihre Gefühle diesbezüglich sortiert. Nun wartete sich auf den richtigen Zeitpunkt, um eine Frau zu werden.

Dass sie eigentlich ein lesbisches Mädchen sei, habe sie gegenüber ihrer Familie damals allerdings wohlweislich verschwiegen. In dieser Zeit habe ihre Mutter geplant, sie ins Exil auf ein englisches Eliteinternat für Jungen zu schicken, wo sie jahrelang kein Mädchen zu Gesicht bekommen hätte. Zwar kann sich Frau Augstein daran nicht erinnern, aber es wurde ihr erzählt, dass sie damals mit Suizid gedroht habe, falls man sie dorthin schicken würde. Ihre Pflegemutter versicherte ihr, dass sie ihr helfen würde, sollte das der Fall sein.

Nach dem Abitur, zirka 1967, begann Frau Augstein ein Jura-Studium und beendete es mit dem Zweiten Staatsexamen. Nun mit Mitte 20 habe sich Frau Augstein stark genug gefühlt, um sich eventuellen Anfeindungen als transsexuelle lesbische Frau auszusetzen. Um 1975 suchte sie Kontakte zu feministischen lesbischen Frauen und besuchte Frauenbuchläden, die die Anlaufstelle zum Austauschen für Lesben und Feministinnen waren. 1976 hatte Frau Augstein ihr Coming-out als Frau und als Lesbe. Ihr Vater konnte verstehen, dass sie eine Frau werden wollte, aber dass sie lesbisch war, das sei zu viel gewesen. Er hat sieben Jahre gebraucht, um sie zu akzeptieren. Ihre leibliche Mutter habe sie bis zu deren Tod als Tochter abgelehnt, Frau Augsteins Pflegeeltern hingegen seien die größte Überraschung ihres Lebens gewesen. Als sie sich als lesbische Frau outete, hätten diese gesagt, sie hätten sich so etwas schon gedacht. In ihrem restlichen Umfeld gab es viel Ablehnung und die Weigerung, ihren neuen Namen zu benutzen, weswegen Frau Augstein fast alle Kontakte abbrach. Auch in der Frauenbewegung lehnten sie viele Feministinnen ab. Für sie galt Maria nicht als Frau, weil sie nicht als Frau bzw. Mädchen aufgewachsen und erzogen worden war. Diese Ablehnungen beeinflussten auch ihre intimen Beziehungen: Die erste Frau, in die sie sich als Frau verliebte, beendete die Beziehung aus Angst um ihre lesbische Identität. Andere Frauen hatten sie jedoch akzeptiert, z. B. ihre jetzige Partnerin, die sie 1978 kennenlernte. Die Unterstützung ihrer jetzigen Frau war für Frau Augstein wichtig auf ihrem Lebensweg. Denn sie wurde nun auch von einer Frau als Frau geliebt.

Von Professor Nevinny-Stickel ließ sie in Berlin eine Hormonuntersuchung durchführen, welche ergab, dass sie bereits seit der Geburt aufgrund hormoneller Schwankungen weiblich geprägt gewesen sei. Das ermöglichte ihr, 1978 über die Diagnose “Intersexualität” eine Korrektur ihres Personenstandes und des Namens vornehmen zu lassen – die Krankenkasse musste Arzthonorare und die Kosten für die Hormonbehandlung übernehmen.

Über Kontakte zu anderen gewordenen Frauen, erfuhr sie von einer Operationsmöglichkeit in Singapur, von Möglichkeiten der Bartepilation, der Hormoneinnahme und des Brustaufbaus. In Singapur benötigte sie ein weiteres psychologisches Gutachten, bevor sie sich operieren lassen durfte und gab sich als heterosexuell aus, damit die Operation vorgenommen werden konnte. Gemeinsam mit dem Schreiben des Berliner Professors konnte sie sich letztlich im Krankenhaus für die OP anmelden.

Seit dem Inkrafttreten des Transsexuellengesetzes (TSG) im Januar 1981 setzt sich Frau Augstein mit dem Gesetz juristisch auseinander und vertritt mit viel Kraft transgeschlechtliche Kinder vor Gericht, weil sie die jungen Menschen auf ihrem Weg unterstützen möchte.

Transgeschlechtlichkeit als Krankheit zu betrachten, ist für Frau Augstein nicht diskriminierend, sondern eine notwendige Strategie. Denn nur so würden die Behandlungskosten von der Krankenkasse übernommen. Sie begreift Transgeschlechtlichkeit durchaus als Krankheit, schließlich bestehe ein immenser Leidensdruck, wenn das empfundene Geschlecht, nicht gesellschaftlich akzeptiert werde – sie selber hätte sich das Leben genommen, hätte es nicht die Möglichkeit einer geschlechtsangleichenden Operation gegeben.

Glossar

Für die häufigsten Begriffe zum Thema dieses Moduls bitten wir auf das “Glossar zum Thema geschlechtliche und sexuelle Vielfalt im Kontext von Antidiskriminierung und Pädagogik” der Bildungsinitiative Queerformat zurückzugreifen, das sich auch online  auf der queerhistory.de Homepage findet.

Erklärung zu geschlechtersensibler Sprache

In den letzten Jahren hat sich der deutsche Sprachgebrauch dahingehend verändert, dass versucht wird immer männliche und weibliche Formen zu benutzen, zum Beispiel “Schülerinnen und Schüler” oder “ihre und seine”. So werden auch Frauen angesprochen, statt bei der männlichen Form immer nur mitgemeint zu sein.

Wir verwenden in den Bildungsmodulen außerdem einen Unterstrich ("_"), um zu zeigen, dass es mehr als zwei Geschlechter gibt, die in einem entweder (männlich) oder (weiblich) keinen Platz hätten. (Beispiele dafür: “Schüler_innen” oder “ihre_seine”.) Für diese zugegebenermaßen irritierende Form haben wir uns nicht trotz, sondern gerade wegen eines möglichen "Stolperns" beim Lesen entschieden: Dieser Moment