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Unterricht Thesen zur Situation Homosexueller in der DDR

Die Thesenkarten veranlassen die Schüler_innen dazu, sich zur Situation der Homosexuellen in der DDR zu positionieren und ihr Vorwissen zu diesem Thema zu aktivieren.

Die Positionierung der Schüler_innen und ihre anschließende Diskussion wird dabei sicherlich einen Anlass für eine Vertiefung des Themas geben: „Homosexualität“ galt in der DDR als Tabuthema und bei einer heutigen Betrachtung des Themas gilt es, die Ambivalenz zwischen der relativ günstigen rechtlichen Situation der Homosexuellen in der DDR und ihrer dennoch stattfindenden Diskriminierung in der Gesellschaft zu erfassen. 1 Es ist ein breites Meinungsspektrum der Schüler_innen zu erwarten, das nicht ohne weiteres aufgelöst werden kann und somit gut zeigt, wie sehr dieses Thema ein Tabu geblieben ist und eine ausführlichere Betrachtung verdient.

  • 1. vgl. Thinius (2006), S. 17-20.

1.) In der DDR konnten sich Lesben und Schwule politisch organisieren.

2.) Die strafrechtliche Verfolgung von Lesben und Schwulen war in der Verfassung der DDR verankert.

3.) In der DDR konnten sich Lesben und Schwule in der Öffentlichkeit frei bewegen und wurden selten diskriminiert.

4.) In der DDR gab es keine Homosexuellen.

M1: Thesenkarten

Die Thesenkarten eignen sich für den Einstieg ins Thema. Die Schüler_innen positionieren sich bei der These oder in der Mitte zwischen den Thesen, die sie am plausibelsten finden. Dadurch, dass sich alle Schüler_innen positionieren müssen, sind zum einen alle Schüler_innen aktiv an der Einschätzung beteiligt und wird zum anderen sehr gut sichtbar, welches Vorwissen die Schüler_innen mehrheitlich haben und wie unterschiedlich die Meinungen der Schüler_innen zur Situation der Homosexuellen in der DDR sind. Nach der Positionierung begründen die Schüler_innen ihre Entscheidungen im Plenum. Die Schüler_innen können ihre Positionierung überdenken und verändern. Die Schüler_innen werden sicher feststellen, dass sie, um ihre unterschiedlichen Positionierungen zu begründen, weitere Informationen über die Situation Homosexueller in der DDR benötigen, weshalb sich die nächsten Phasen gut anschließen können.

Aufgaben zu M1:

  1. Heftet die vier Thesen in die vier Ecken eures Klassenzimmers!
  2. Geht zu der These, die ihr am plausibelsten findet! Falls ihr zwei Thesen favorisiert, stellt euch in die Mitte zwischen diesen beiden!
  3. Begründet eure Entscheidungen! 1
  • 1.  Zu den Aufgaben vgl. Adamski, P.: Gruppen- und Partnerarbeit im Geschichtsunterricht. Historisches Lernen kooperativ. Schwalbach 2013, S. 152-154.

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Unterricht Thesen zur Situation Homosexueller in der DDR
Abstract

Die Thesenkarten veranlassen die Schüler_innen dazu, sich zur Situation der Homosexuellen in der DDR zu positionieren und ihr Vorwissen zu diesem Thema zu aktivieren.

Hintergrund

Die Positionierung der Schüler_innen und ihre anschließende Diskussion wird dabei sicherlich einen Anlass für eine Vertiefung des Themas geben: „Homosexualität“ galt in der DDR als Tabuthema und bei einer heutigen Betrachtung des Themas gilt es, die Ambivalenz zwischen der relativ günstigen rechtlichen Situation der Homosexuellen in der DDR und ihrer dennoch stattfindenden Diskriminierung in der Gesellschaft zu erfassen. 1 Es ist ein breites Meinungsspektrum der Schüler_innen zu erwarten, das nicht ohne weiteres aufgelöst werden kann und somit gut zeigt, wie sehr dieses Thema ein Tabu geblieben ist und eine ausführlichere Betrachtung verdient.

  • 1. vgl. Thinius (2006), S. 17-20.
Quellen / Material
  • 1.) In der DDR konnten sich Lesben und Schwule politisch organisieren.

    2.) Die strafrechtliche Verfolgung von Lesben und Schwulen war in der Verfassung der DDR verankert.

    3.) In der DDR konnten sich Lesben und Schwule in der Öffentlichkeit frei bewegen und wurden selten diskriminiert.

    4.) In der DDR gab es keine Homosexuellen.

    M1: Thesenkarten

Arbeitsaufträge

Die Thesenkarten eignen sich für den Einstieg ins Thema. Die Schüler_innen positionieren sich bei der These oder in der Mitte zwischen den Thesen, die sie am plausibelsten finden. Dadurch, dass sich alle Schüler_innen positionieren müssen, sind zum einen alle Schüler_innen aktiv an der Einschätzung beteiligt und wird zum anderen sehr gut sichtbar, welches Vorwissen die Schüler_innen mehrheitlich haben und wie unterschiedlich die Meinungen der Schüler_innen zur Situation der Homosexuellen in der DDR sind. Nach der Positionierung begründen die Schüler_innen ihre Entscheidungen im Plenum. Die Schüler_innen können ihre Positionierung überdenken und verändern. Die Schüler_innen werden sicher feststellen, dass sie, um ihre unterschiedlichen Positionierungen zu begründen, weitere Informationen über die Situation Homosexueller in der DDR benötigen, weshalb sich die nächsten Phasen gut anschließen können.

Aufgaben zu M1:

  1. Heftet die vier Thesen in die vier Ecken eures Klassenzimmers!
  2. Geht zu der These, die ihr am plausibelsten findet! Falls ihr zwei Thesen favorisiert, stellt euch in die Mitte zwischen diesen beiden!
  3. Begründet eure Entscheidungen! 1
  • 1.  Zu den Aufgaben vgl. Adamski, P.: Gruppen- und Partnerarbeit im Geschichtsunterricht. Historisches Lernen kooperativ. Schwalbach 2013, S. 152-154.